Schönbrunner Labyrinth

Wir haben einen vollständigen Leitfaden mit allem, was Sie für einen Besuch des Schönbrunner Labyrinths benötigen, zusammengestellt – von den faszinierenden kaiserlichen Ursprüngen bis hin zu praktischen Tipps, die Ihren Aufenthalt in Wien perfekt machen.

Schönbrunner Labyrinth

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Was ist das Schönbrunner Labyrinth?

Wenn Sie durch die Gärten von Schloss Schönbrunn schlendern, werden Sie irgendwann auf das Labyrinth stoßen. Der ursprüngliche Entwurf stammt aus der Zeit um 1720, einer Zeit, in der der europäische Adel diese Grünflächen nicht nur als Dekoration, sondern auch als Orte der Erholung und für gesellschaftliche Spiele betrachtete. Das Labyrinth, das Sie heute sehen, ist jedoch eine originalgetreue Rekonstruktion. Der ursprüngliche Entwurf wurde aufgegeben und vernachlässigt, bis er im späten 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde.

Es war Kaiserin Maria Theresia von Österreich, die einem Großteil dieser Schlossanlage ihre endgültige Form gab. Als eine der einflussreichsten Herrscherinnen der Habsburger-Dynastie war sie eine Frau mit einer beeindruckenden politischen und ästhetischen Vision, die Schönbrunn zu ihrer bevorzugten Sommerresidenz machte. Unter ihrer Herrschaft wurden das Schloss und sein Park zum Mittelpunkt des höfischen Lebens.

Für sie und ihre Familie war das Labyrinth mehr als eine botanische Kuriosität; es war ein Symbol des Prestiges. Die Labyrinthe der Barockzeit wurden gebaut, damit die Gäste des Hofes sich in den Hecken verirren, private Gespräche führen und eine Umgebung genießen konnten, die die Ordnung der Natur mit menschlichem Einfallsreichtum verband.

In den späten 1990er Jahren wurde beschlossen, diesen Bereich nach historischen Plänen aus dem 18. Jahrhundert wiederherzustellen. Tausende von Hecken wurden gepflanzt, um drei verschiedene Bereiche zu schaffen. Auch wenn er im Volksmund als Schönbrunner Irrgarten bekannt ist, handelt es sich in Wirklichkeit um einen Komplex aus drei Zonen, die für verschiedene Altersgruppen konzipiert wurden:

  1. Das Labyrinth (Irrgarten): Dies ist die historische Rekonstruktion des ursprünglichen Entwurfs von 1720. Es ist der klassische Irrgarten, wie wir ihn uns alle vorstellen: ein Netz von Wegen, die von hohen Eibenhecken gebildet werden und bei denen das Ziel darin besteht, den Weg in die Mitte zu finden.
  2. Das Labyrinth: Im Gegensatz zum Labyrinth hat dieser Bereich einen viel spielerischeren und moderneren Ansatz, der speziell darauf ausgerichtet ist, die Sinne zu stimulieren. Es geht nicht so sehr darum, sich zu verirren, sondern vielmehr darum, mit Ihrer Umgebung zu interagieren.
  3. Das Labyrinthikon: Dies ist zweifellos ein Favorit für die Kleinen. Es wurde vom Labyrinth-Experten Adrian Fisher entworfen und ist im Wesentlichen ein Outdoor-Puzzle-Spielplatz.

Der Wiederaufbau des Labyrinths war eine Möglichkeit, dem Palast den spielerischen Geist zurückzugeben, den die Monarchie so sehr liebte. Wenn Sie durch die grünen Mauern spazieren, können Sie aus erster Hand erfahren, wie die Kaiser und ihre Kinder früher Spaß hatten. Ein Reddit-Nutzer hat die Atmosphäre perfekt eingefangen: „Es ist, als würde man durch einen Wald in einem 3D-Spiel aus der Mitte der 90er Jahre laufen“.

Brauche ich eine Eintrittskarte für das Schönbrunner Labyrinth?

Während der Großteil der Gärten rund um das Schloss kostenlos und öffentlich zugänglich ist, beachten Sie bitte, dass der Schönbrunner Irrgarten nicht kostenlos ist. Um ihn zu betreten und Ihren Orientierungssinn zwischen den Hecken zu testen, benötigen Sie ein spezielles Ticket, da dieser Bereich unabhängig vom allgemeinen Park verwaltet wird.

Wenn Sie ein müheloses, umfassendes Erlebnis wünschen, ist der Classic Pass die beste Option. Mit diesem Ticket können Sie das Schloss Schönbrunn, den Kronprinzengarten, die Orangerie, den Irrgarten und die Gloriette-Terrasse besuchen, von der Sie den besten Panoramablick auf Wien haben.

Reisen Sie mit Kindern? Das ist ein Pflichtbesuch! Sie werden sich nicht nur im Labyrinth amüsieren, sondern der Palast beherbergt auch das Kindermuseum, in dem sie sich als Prinzen oder Prinzessinnen verkleiden und auf spielerische Weise etwas über das tägliche Leben am Hof lernen können. Die perfekte Art, Geschichte und Spiel an einem einzigen Nachmittag zu verbinden.

Wie erreicht man das Labyrinth?

Dank der effizienten öffentlichen Verkehrsmittel ist es unglaublich einfach, sich in Wien fortzubewegen, und das Erreichen dieser kaiserlichen Ecke ist keine Ausnahme. Der Palast liegt etwas außerhalb des Stadtzentrums, ist aber sehr gut angebunden:

  • U-Bahn: Am schnellsten nehmen Sie die Linie U4 (U-Bahn) und steigen an der Station „Schönbrunn“ aus. Von dort aus sind es nur ein paar Minuten zu Fuß, wenn Sie den Schildern folgen.
  • Straßenbahn: Die Linien 10 und 60 bringen Sie ebenfalls ganz in die Nähe des Haupteingangs.


Sobald Sie das Haupttor betreten haben, befindet sich das Schönbrunner Labyrinth im östlichen Teil der Gärten, hinter den Hauptblumenbeeten (Großes Parterre).

Ist es das ganze Jahr über geöffnet?

Im Gegensatz zu den Hauptgärten, die fast jeden Tag geöffnet sind, ist der Zugang zum Labyrinth saisonabhängig. Er ist normalerweise von Ende März oder Anfang April bis Anfang November geöffnet. In den Wintermonaten machen Wartungsarbeiten und die Bodenverhältnisse (niedrige Temperaturen und Schnee) den Besuch unsicher, so dass er geschlossen bleibt.

Andere Dinge, die Sie in den Gärten sehen können

Die Schönbrunner Gärten sind so groß, dass Sie einen ganzen Vormittag damit verbringen könnten, sie zu erkunden. Der Platz verbindet freie öffentliche Bereiche, wo die Einheimischen laufen oder spazieren gehen, mit monumentalen bezahlten Bereichen:

Freie Flächen im Garten

Dies sind die freien Plätze, die Sie während Ihres Besuchs im Schönbrunner Labyrinth genießen können:

  • Das Große Parterre: Der zentrale Bereich mit Springbrunnen und mythologischen Statuen, perfekt für Fotos mit dem Palast im Hintergrund.
  • Römische Ruinen: Eine Sammlung von Gebäuden, die absichtlich wie antike Ruinen aussehen, umgeben von üppigem Grün.
  • Pfade im Wald: Kilometerlange schattige Wege unter jahrhundertealten Bäumen.
  • Der Neptunbrunnen: Ein imposantes Bauwerk am Fuße des Hügels.
Der Neptunbrunnen Schönbrunn

Bereiche, die eine Eintrittskarte erfordern

Außer dem Schönbrunner Labyrinth benötigen Sie für diese Orte eine Eintrittskarte:

  • Schloss Schönbrunn (Innenräume): Gehen Sie zurück in die Vergangenheit und entdecken Sie, wie die Monarchie lebte.
  • Kronprinzengarten: Ein privater Garten mit blumengeschmückten Wegen und einer intimeren Atmosphäre.
  • Die Orangerie: Ein Raum für exotische Pflanzen und Zitrusbäume, der früher für Feiern und Konzerte genutzt wurde.
  • Wüstenhaus: Erkunden Sie eine einzigartige Wüstenlandschaft und botanische Sammlung.
  • Tiergarten Schönbrunn: Besuchen Sie den ältesten Zoo der Welt, der eine vielfältige Tierwelt und historische Glashäuser beherbergt.
  • Palmenhaus: Tauchen Sie ein in einen üppigen exotischen Dschungel in diesem kultigen Gewächshaus.
  • Die Gloriette: Sie können zwar kostenlos hinaufgehen, aber für den Zugang zur Dachterrasse und den Panoramablick benötigen Sie ein Ticket.
Gloriette im Garten von Schönbrunn

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